Was will mir meine Katze sagen? Teil 1

Unsere Fellnasen zeigen uns mit Ihrem Verhalten ganz genau, was sie wollen und wie sie sich fühlen. Wir müssen bloß lernen, ihre Sprache zu verstehen.

Damit Du die Bedürfnisse und Persönlichkeit Deiner Katze noch besser erkennen kannst, haben wir einige gängige Verhaltensweisen für Dich übersetzt.

Deine Katze reibt ihren Kopf an allem
Wenn Deine Katze ihren Kopf und besonders ihre Wangen an Möbeln oder anderen Gegenständen in Eurem Zuhause reibt, markiert sie ihr Territorium, wie sie es auch in der freien Wildbahn tun würde. Sie drückt damit aus: „Hier ist mein Zuhause.“ Dieses Verhalten zeigen Katzen nicht nur an Gegenständen, sondern auch an anderen Katzen und sogar an Menschen. Auch hierdurch markieren sie die Zugehörigkeit zueinander. Unsere Fellnasen haben dazu Duftdrüsen unter anderem um Mund, Kinn und Wangen, die beim Reiben Pheromone und damit einen einzigartigen, für Menschen nicht wahrnehmbaren Duft hinterlassen, der sich mit unserem Duft vermischt. Sie signalisieren uns so, dass wir zur Familie gehören.

Deine Katze schnuppert an Deinem Gesicht
Meine Katze Holly macht das sehr häufig. Katzen verlassen sich stark auf ihren Geruchssinn, um Informationen über Nahrung, Beute und ihre Umgebung zu erhalten. Wenn Deine Katze an Deinem Gesicht schnüffelt, versucht sie, sich Deinen Geruch noch besser einzuprägen, um ihn in Erinnerung zu behalten. Dies hilft Deiner Katze, eine Verbindung und somit Vertrauen zu Dir aufzubauen. Also am besten einfach schnuppern lassen und die Nähe ebenfalls genießen. Seit ich weiß, wie wichtig es für Holly ist, freue ich mich immer besonders über diese Geste.

Deine Katze stößt Dich kräftig mit dem Kopf an
Wenn es darum geht, Zuneigung zu zeigen, können Katzen durchaus etwas deutlicher werden. Vielleicht stößt Deine Katze gerne mal mit ihrem Kopf gegen Deine Hand oder Dein Gesicht? Meine Katze Holly macht das z. B. wenn ich nach Hause komme zur Begrüßung. Mit dieser liebevoll gemeinten Geste will Deine Fellnase Dir zeigen, dass sie gerade Aufmerksamkeit oder Streicheleinheiten bekommen möchte.

Deine Katze blinzelt Dir langsam zu
Dieses Verhalten hast Du vielleicht auch schon oft bei Deiner Katze bemerkt: Meine Holly beobachtet mich häufig aus der Ferne mit einem entspannten Blick und schickt mit dann ein Blinzeln in Zeitlupe. Kennst Du das? Wenn Deine Katze so langsam blinzelt, sagt sie Dir, dass sie sich in Deiner Gegenwart wohl fühlt, entspannt ist und Deine Gesellschaft genießt. Blinzle beim nächsten Mal doch einfach zurück, Deine Katze wird die Geste verstehen. Bei Holly habe ich zumindest den Eindruck, dass es klappt. ;)

Deine Katze knetet mit ihren Pfoten
Dieses Verhalten ist auch als „Kekse backen“ oder „Milchtreten“ bekannt. Einige Katzen machen mit ihren Vorderpfoten immer mal wieder diese knetende Geste, z. B. auf weichen Decken oder auch auf ihrem Lieblingsmenschen. Meine Katze hat das auch lange gemacht, als sie noch etwas jünger war. Dieses Verhalten von Katzen stammt noch aus ihren Babytagen, als sie als kleine Kätzchen beim Trinken bei der Katzenmama neben den Milchdrüsen geknetet haben. Manche Katzen „verlernen“ dieses Verhalten nie gänzlich, da es auch auf erwachsene Fellnasen noch entspannend und beruhigend wirkt – ähnlich einem Schnuller bei Babys. Früher glaubte man, dass dieses „Treteln“ ein Zeichen dafür sei, dass die Katze zu früh von ihrer Mutter getrennt wurde. Dafür gibt es in der Forschung jedoch wenig Beweise.

Wir wissen also: Deine Katze kommuniziert permanent mit Dir. Und mit den hier erklärten fünf Verhaltensweisen kannst Du sie nun vielleicht schon ein bisschen besser verstehen. Bald findest Du hier die Fortsetzung zur Interpretation weiterer Gesten Deiner Katze. Bis dahin: Viel Spaß bei der neu erlernten Kommunikation mit Deiner Fellnase!

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