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Familienzuwachs: Katzenadoption

Familienzuwachs: Katzenadoption

Seit wir in der aktuellen Corona Situation mehr zuhause sind entscheiden sich viele für ein Haustier. Die Katze ist ohnehin bereits das Haustier Nr. 1 und erfreut sich auch in dieser Phase großer Beliebtheit. Was genau bedeutet es aber eine neue Katze in einen bestehenden Katzenhaushalt zu integrieren? Man kann zwei Haltungen dazu einnehmen: Entweder ist es keine große Sache oder eine riesige Herausforderung. Die Wahrheit liegt meist irgendwo dazwischen. Wichtig ist es richtig und behutsam anzugehen.

Grundsätzlich gilt: Das Happiness-Level im Katzenhaushalt basiert hauptsächlich auf territorialer Sicherheit. Wenn Du also eine neue Katze in das Revier einer anderen Katze bringst, kann dies eine komplizierte Angelegenheit sein, die auf zwei Faktoren basiert: dem Gefühl der bestehenden Katze für ihre territoriale Sicherheit und gleichermaßen dem Gefühl des Neuankömmlings für die neue Umgebung. Das schlimmste was passieren kann ist es, bei der bereits vorhandenen Katze den territorialen Panikschalter auszulösen. Das würde Krieg bedeuten. Daher sollte behutsam vorgegangen werden – je kleiner der Raum (Haus, Wohnung) desto vorsichtiger.

Wichtig ist es folgendes im Kopf zu behalten: „Langsam und stetig gewinnt das Rennen“. Eine langfristige Freundschaft zwischen Katzen entsteht nicht an einem Tag. Folgende Schritte sind bei dem Einzug einer neuen Katze hilfreich.

    Feste Fütterungszeiten
    Katzen sind grundsätzlich nicht von unseren Wünschen motiviert, sondern von ihren eigenen. Eine dieser Hauptmotivationen ist das Essen. Das heißt, wenn Deine Katze keinen Hunger hat wird sie vermutlich nie das tun, was Du von ihr willst. Besonders während des Einführungsprozesses einer neuen Katze ist dieser Hebel sehr wichtig. Dazu kannst Du auch unseren Artikel zu festen Fütterungszeiten lesen.

    Harmonische Umgebung für Mensch und Tier
    Hierbei ist es wichtig den Katzenhaushalt so zu gestalten, dass er für Dich und für Deine Katze akzeptabel ist. Jeder Quadratzentimeter des Katzenhaushalts sollte dazu auf positive Weise geteilt werden kann. Ziel ist es, dass einzelne Katzen durch Duftverteilung Räume besitzen und auch Vertrauen in die vertikale Welt finden. Hier einige Tipps, wie Du das umsetzen kannst und Deinen Katzenhaushalt auf Neuankömmlinge vorberietest:

      • „Kindersicherung“: Bevor Du ein neues Baby nach Hause bringst, hast Du wahrscheinlich ein paar Schritte vorausgedacht, wenn es mobiler ist und in die Welt der potenziellen Gefahrenzonen eintaucht. Zunächst wird Dein neues Katzenfamilienmitglied wahrscheinlich beschlagnahmt vom Ureinwohner. Hierbei benötigt sie Schutz. Wie sieht dieser aus? Du solltest Versteckmöglichkeiten, die Du nicht erreichen kannst, blockieren. Wenn sich hier Revierkämpfe ereignen, kannst Du nicht eingreifen. Beliebte Stellen: Unter dem Bett, Schrank, etc. Wir möchten nicht, dass sich eine ängstliche Katze tagelang in einem völlig unzugänglichen Bereich versteckt.
      • Territoriale Vielfalt: Die Art und Weise, wie Katzen Territorium wahrnehmen, ist vom Boden bis zur Decke - 360 Grad. Bevor eine neue Katze einzieht solltest Du Deinen Katzenhaushalt so optimiert haben, dass „nach oben“ viele Möglichkeiten bestehen. So kann der Kontakt der Katzen in sicherer Entfernung erfolgen und jede Katze kann ihren Platz beanspruchen. Du kennst die Vorlieben der neuen Katze vermutlich noch nicht. Daher ist es besonders wichtig ihr Möglichkeiten zu geben selbstbewusst ihren Platz zu finden und Ihre Umgebung immer weiter auszubauen, währen das Kennenlernen voranschreitet.
      • Raum- und Wegeplanung: Hierbei es darum Verkehrsfluss optimal zu gestalten, was mögliche Konfliktsituationen verringert, welche sonst mit Staus einhergehen können. Der Bau einer Katzenautobahn um den wichtigsten sozialen Raum - normalerweise das Wohnzimmer (manchmal auch Schlafzimmer) - ist ein Schlüsselelement des harmonischen Katzenhaushalts. Wichtig ist es den für die Katzen wichtigsten Raum auf unterschiedlichen Routen und Spuren (auch in der Vertikale) zugänglich zu machen ohne Hinterhalte und Sackgassen. Gleichzeitig sollten auf dem Boden z.B. mit Tunneln oder Kokons und einer separaten Katzentoilette Rückzugsmöglichkeiten geschaffen werden, welche ebenfalls über mehrere Wege erreichbar sind.
        Die Raum- und Wegeplanung maximiert das Potenzial für Entdeckung, Zeitteilung und Raumteilung, das Katzen benötigen, um sich kennenzulernen. Sie minimiert für die gesamte Übergangszeit den toxischen Wettbewerbsdruck.

      Separates Basislager

      Das Basislager ist ein definierter Bereich Deines Katzenhaushalts, welches das Herz des Territoriums Deiner Katze bildet. Es ist ein Ort der Sicherheit und Vertrautheit. Das Basislager sollte ein Raum sein, in dem Du selbst auch viel Zeit verbringst: ein sozial bedeutsamer Raum, in dem sich Dein mit dem Ihrer Katze vermischen kann.

        • Basislager einrichten: Entscheide Dich, wo Du das Basislager für die neue Katze einrichten möchtest. Dies kann das Schlafzimmer, Wohnzimmer oder Dein Büro sein. Solange der menschliche Geruch stark ist, hilft er der Katze, durch den Duft ein Gefühl von Zuhause zu entwickeln. Alle Katzen brauchen einen Ort, an dem sie ganz sie selbst sein können. Genau das schaffen wir für Dein neues Familienmitglied.
          Hinweis: Wenn Deine bestehende Katze bereits im Schlafzimmer ihren festen Platz hat, willst Du hier keine Konkurrenz schaffen. Du möchtest Deine Ureinwohner-Katze ja nicht aus diesem "Zuhause in ihrem Zuhause" werfen. Kein Ort riecht mehr nach Dir als dein Bett. Das wäre kein guter Start für eine langfristige Katzenfreundschaft. Suche besser einen anderen Platz aus, wie z.B. die Couch. Hier sind ein paar Grundregeln für das Basislager:

        • Wegweiser: Dies sind Objekte, die das territoriale Eigentum Deiner Katze anzeigen. Per Definition ist ein Wegweiser etwas, auf dem Deine Katze ein visuelles Zeichen oder einen Duft hinterlassen hat, z. B. Kratzbaum, Katzentoilette und Katzenbett.

        • Duft-Absorbierer: Dies sind weiche Gegenstände, die den Duft Deiner Katze aufnehmen und auch als Wegweiser dienen können. Sie sagen „Ich wohne hier“ und erlauben das Reiben, Kratzen oder Liegen. Betten, Decken, Teppiche, Pappkratzer und Kratzbäume sind ausgezeichnete Duft-Absorbierer.
        Einige dieser Empfehlungen zur Vorbereitung wirken vielleicht etwas langwierig und kompliziert. Aber denk daran: Es gibt nur eine Chance für einen Eindruck. Deine Investition in diese Vorbereitungszeit wird sich sicher auszahlen.


        Mit diesen Maßnahmen hast Du Euren Katzenhaushalt für einen Neuankömmling vorbereitet. Wir werden bald noch weitere Beiträge zur aktiven Integration ergänzen.

        Foto Justin Sinclair Unsplash