Home-Office mit Katze: 8 Tipps

Früher haben wir morgens das Haus verlassen, um ins Büro zu fahren. Mittlerweile ist das anders, denn die Pandemie und die neue Arbeitswelt haben dazu geführt, dass wir viel Zeit im Home-Office verbringen. Nicht nur für uns ist das eine Umstellung, auch für unsere vierbeinigen Mitbewohner. Nach meiner Gründung von CATLABS habe ich zunächst auch im Home-Office gearbeitet. Für meine Katze Holly war das etwas ungewohnt. Anfangs saß sie immer neben mir auf dem Boden und hat miaut. Sie wollte bei mir sein, aber wusste nicht, wohin. Seitdem habe ich neben meinem Schreibtisch ein eigenes Sesselchen. Darin verbringt sie jeden Tag viele Stunden, wenn ich zuhause arbeite.

Jede Katze ist anders. Viele Stubentiger sind es gewohnt, einen Teil ihres Tages alleine zu verbringen. Für diese Zeit haben sie ihre eigenen Routinen entwickelt: Sie machen ein Nickerchen, beobachten vom Fenster aus die Straße oder drehen ihre Runden durch die Wohnung. Wenn wir nun plötzlich auch wochentags immer daheim sind, „müssen“ unsere Katzen ihren Alltag wieder mit uns teilen. Je nach Charakter und Typ reagieren unsere Samtpfoten auf diese Veränderung auf zwei verschiedene Arten:

Die autarke Katze

Diese Fellnase ist eher davon genervt, dass sie ihr Reich nun dauerhaft mit Dir teilen muss. Allerdings lässt sie sich von Deiner Anwesenheit nicht weiter beirren und macht weiterhin ihr Ding. Ein Pluspunkt für Deine Produktivität, denn so wird Deine Katze Dich aller Wahrscheinlichkeit nach ungestört arbeiten lassen.

Die menschenbezogene Katze

Sie freut sich darüber, dass Du endlich mehr Zeit zu Hause verbringst. Dabei möchte sie möglichst viel Aufmerksamkeit: Sie springt auf Deinen Schreibtisch, läuft über die Tastatur oder grätscht in wichtige Video-Konferenzen. Doch das kann ganz schön anstrengend sein und Deinen Arbeitsalltag immer wieder unterbrechen. Hast Du eine solche Katze? Dann habe ich ein paar wertvolle Tricks.

Diese 8 Tipps können helfen, Deine Fellnase zu einem entspannten Begleiter Deines Arbeitstages zu machen:

  1. Strukturiere Deinen Arbeitsalltag und schaffe Routinen
    Versuche Deine normale Morgenroutine beizubehalten, so als würdest Du ins Büro gehen. Da Katzen besonders morgens aktiv sind, solltest Du die Zeit nutzen, um Deine Katze im Spiel ein wenig auszupowern und gemeinsam zu frühstücken. Dann geht’s ins Home-Office. Ist Deine Katze ausgelastet, satt und wieder etwas müde, kannst Du ohne Unterbrechung mit Deiner Arbeit starten.
  1. Lasse Deine Katze an Deiner Arbeit „teilhaben“
    Schaffe Deiner Katze ein gemütliches Plätzchen in der Nähe Deines Schreibtisches. So kann sie nah bei Dir sein und sich ab und zu eine kleine Streicheleinheit abholen, ohne Dich dabei großartig abzulenken. Das hat bei Holly sehr gut funktioniert.
  1. Behalte die Routine Deiner Katze im Auge
    Nutze die Zeit, in der Deine Katze beschäftigt ist oder schläft, um wichtige Aufgaben zu erledigen. Good News: Die Schlafenszeit unserer Fellnasen beträgt rund 12-17 Stunden pro Tag. Viel Zeit also, um einiges zu schaffen.
  1. Schaffe Zeit für Deine Katze
    Überlege Dir, wann Du etwas Zeit für Deine Katze einplanen kannst und verbinde es mit kleinen Pausen. Das kann eine ausgiebige Runde Spielen oder eine Kraul-Einheit in der Mittagspause sein. Spielen ist übrigens nicht nur für Deine Katze wichtig. Auch Deine eigene Kreativität und Produktivität wird dadurch besser. Mache alle 2 Stunden für ein paar Minuten Pause und schenke Deiner Fellnase Deine volle Aufmerksamkeit. Plane die Pausen am besten immer zur selben Zeit ein. Das schafft Routine und diese lieben Katzen ja bekanntlich.
  1. Minimiere Geräusche
    Katzen haben ein sensibles Gehör, deshalb sollten Geräusche so minimal wie möglich gehalten werden. Stelle Deinen Klingelton leise oder auf Vibration. Das kann helfen, dass Deine Katze sich nicht gestört fühlt oder sich erschreckt und während Deiner Telefonate zu miauen beginnt.
  1. Safety First
    Wahrscheinlich hast Du auch schon mal erlebt, dass Deine Katze in einem unbewachten Moment auf Deinen Laptop gesprungen und über Deine Tastatur gelaufen ist. Um zu verhindern, dass sie dadurch wichtige E-Mails oder Dokumente löscht, solltest Du Deinen Bildschirm immer sperren bzw. Deinen Laptop zuklappen.
  1. Grenzen zeigen
    Bleib hart! Wenn Deine Katze mal wieder in unpassenden Momenten um Deine Aufmerksamkeit ringt, konzentriere Dich vollkommen auf Deine Arbeit. Nach einiger Zeit wird Dein Stubentiger sicherlich aufgeben und zurück zu seinem Platz kehren.
  1. Ablenkung
    Um die Aufmerksamkeit Deiner Katze von Dir abzulenken, kannst Du Deine Katze ab und an mit einem neuen Spielzeug überraschen. Denn Spielen hält Katzen aktiv und sorgt für eine anschließende Tiefenentspannung.

Welche Spielzeuge sich am besten eignen, verrate ich Dir im Artikel „Katzenspielzeug – welches ist das Richtige?“.

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